Großartige Leistungen gab es bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften, die wie gewohnt in der Woche nach Ostern in Bad Wildungen über die Bühne gingen, zu bewundern. Besonders hervor stachen in diesem Jahr zwei Akteure, die mit nicht weniger als vier (!) Goldmedaillen die Heimreise antraten.

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Auf der einen Seite Kevin Schiller vom PBV Rottweil, der im Pool-Billard der U17 alles überragte, und auf der anderen Seite der Bochum Simon Blondeel, der ebenso in allen gespielten Konkurrenzen ungefährdet blieb und in siebzehn Partie in Folge den Tisch als Sieger verließ. Natürlich wurden auch in den anderen Disziplinen und Altersklassen tolle Leistungen geboten, doch sowohl Schiller als auch Blondeel bedürfen hierbei einer besonderen Erwähnung.

Außergewöhnlich gut anzuschauen war auch der 14.1-Wettbewerb der U19, bei der sich die verschiedenen Spitzenspieler mit tollen Serien übertrafen. Zunächst setzte Joshua Filler vom PBC Schwerte mit einer 75er Serie die Höchstmarke, doch wurde er im Laufe des Turniers noch durch Raphael Wahl (SG Johannesberg) übertroffen, der seine Serie bei einem Spielstand von minus Eins begann und somit die Bestmarke auf 76 steigern konnte. Letztlich war Wahl auch im Endklassement diese Winzigkeit besser, denn im Finale konnte er seinen jahrelangen Widersacher und Freund in fünf Aufnahmen bezwingen. Weitere Goldmedaillen gingen an Pascal Bruckmann (PBT Lübeck), Can Salim (PBC Schwerte) und letztlich auch an Joshua Filler.

Dessen Vereinskollegin Jana Peters war hingegen die erfolgreichste weibliche Teilnehmerin. Gleich zwei Mal stand sie am Ende ganz oben auf dem Treppchen und durfte sich über die Goldmedaillen freuen. Emily Heidergott vom BC Osterode und die Alsdorferin Pia Bläser entschieden je eine Disziplin für sich.

Im Snooker wurde in diesem Jahr erstmals der U15- und U19-Wettbewerb zu einer U17 zusammengelegt, so dass am Ende nur noch zwei statt der bisher üblichen drei Deutschen Meister geehrt wurde. Sieger der jüngeren Altersklasse wurde absolut ungefährdet der Stuttgarter Umut Dervis Dikme, der der Konkurrenz weit überlegen war und im gesamten Turnierverlauf nur einen einzigen Frame abgab. Dies gelang im Finale dem Kieler Loris Lehmann, doch mehr als dieser Achtungserfolg war am Ende nicht drin für den Norddeutschen.

Überraschend endete der U21-Wettbewerb. Dikmes Vereinskollege Kevin Malz hatte zunächst seine Vorrundengruppe mit nur einem Sieg aus drei Spielen aufgrund der besseren Sekundärwertung überhaupt überstehen können, doch in der K.O.-Phase begann für ihn das Turnier offenbar erst richtig. Auf jeden Fall legte der ehemalige Rüsselsheimer einen Zahn zu und siegte letztlich im Finale mit 4:2 gegen den Hannoveraner Felix Frede. Lukas Kleckers aus Essen musste seinerseits seine Teilnahme kurzfristig absagen, da er die Chance erhielt, in Sheffield die Qualifikation zur Weltmeisterschaft zu spielen.

Neben dem bereits erwähnten Simon Blondeel gab es an den Karambol-Tischen auch von anderen Akteuren die eine oder andere sehenswerte Leistung zu bestaunen. Tom Löwe aus Lobberich beispielsweise war im Dreiband der Junioren der stärkste Spieler und spielte über das Turnier einen GD von 0,666.

Bei den Jüngsten der Jüngsten, nämlich der U15, die in der Freien Partie auf dem kleineren Turnierbillard an die Tische gingen, entwickelte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Tom Schulz aus Neustadt und Aaron Bichler vom bayerischen BC Landau waren am Ende mit je vier Siegen gleichauf, so dass Schulz letztlich über die Sekundärwertung zum neuen Deutschen Meister ernannt wurde.

Lukas Blondeel, der Bruder von Simon, konnte seinerseits den U19-Wettbewerb in der Freien Partie gewinnen und stand am Ende gemeinsam mit Simon sowie Finn Marie Möller auch im Team-Wettbewerb ganz oben auf dem Treppchen.

Im Billard-Kegeln dominierte eindeutig der Sächsische Billardverband das Geschehen. Ganze sechs der insgesamt sieben Goldmedaillen gingen an diesen Landesverband, so dass mehrfach der Schlachtruf „Sachsen Power“ durch die Sporthalle schallte.

Die meiste Power hatte dabei Clemens Anger vom Dittersdorfer KBV, der gleich drei Konkurrenzen für sich entscheiden konnte und damit bei seiner DJM-Abschiedsvorstellung zum überragenden Spieler dieser Billard-Variante avancierte.

Traditionell begannen die Wettbewerbe mit den jüngsten Altersklassen. In der U15 sicherte sich Neuling Peer Sachse vom SV Leukersdorf gleich bei seiner ersten Teilnahme die begehrte Goldmedaille. Schon ein alter Hase bei der DJM ist trotz seiner jungen Jahre Nico Hänsch vom SV Sachsen Müglitztal. Bei der U17 war der Blondschopf der versammelten Konkurrenz klar überlegen, so dass an seinem Sieg zu keiner Zeit ein Zweifel bestand.

Michel Peters vom MSV Neuruppin war es dann bei der U19 übrigens vorenthalten, in die sächsische Phalanx einzubrechen und eine Goldmedaille nach Brandenburg zu entführen. Gegen den Chemnitzer Maximilian Grund konnte sich Peters im Finale behaupten.

Die Königsklasse der U21 ging an den bereits erwähnten Clemens Anger, der nicht nur hier im Endklassement von ganz oben grüßte, sondern auch beim abschließenden BK 2Kombi-Wettbewerb. Zwischendurch angelte sich Anger noch die 5 Kegel-Goldmedaille und erzielte damit den Dreifach-Triumph.

Bis er hier allerdings zum Sieger gekürt werden konnte, musste das Nachwuchs-Ass den einen oder anderen bangen Moment überstehen. Im Halbfinale lang Anger bereits 0:2-Sätze in Rückstand und auch im Finale gegen Max Gabel (MSV Neuruppin) ging es schließlich über die volle Distanz.

Last not least feierte auch Nancy Schönberg vom ASSV Horka Abschied von der Jugend-DM. Mit ihrem Sieg bei der weiblichen U21 setzte sie nochmals ein Ausrufezeichen und nahm sichtlich gerührt die Goldmedaille aus den Händen ihres Vaters entgegen.

Deutsche Jugend-Meisterschaften der Jahre:
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