Mark Allen nervenstark bis zum Schluss

Brentwood. English Open 2025

Mark Allen war der Deciderkönig der Tage in Brentwood und auch im Finale änderte sich das nicht: Er gewann das Endspiel gegen Zhou Yuelong mit 9:8. Der Nordire hatte in der letzten Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen und daher lange auf einen weiteren Titel warten müssen. Doch nun scheint er zurück zu sein.

 

Bilder: Thai Chengzhe

In der ersten Session konnte er sich eine 6:2-Führung erarbeiten, die er am Abend auf 7:3 stellte. Da schien schon alles klar, doch bekanntlich kann im Snooker viel passieren. Zhou gab sich noch lange nicht geschlagen und verkürzte zum MSI auf 7:5. Nach der Pause hatte der Chinese den besseren Start und gewann weitere drei Frames am Stück. Plötzlich hatte er beim 7:8 die besten Karten für den ersten Titelgewinn. Den umkämpften Frame 16 sicherte sich dann aber wieder Mark Allen. In Frame 17 spielte er dann all seine Routine aus und holte sich den Pokal.

Bilder: Thai Chengzhe

Hier in Brentwood war die frühe hohe Führung für Mark Allen ungewöhnlich gewesen, denn im Turnierverlauf hatte er stets Rückständen hinterherlaufen müssen. Los ging es mit dem Drama schon in Runde zwei gegen Stuart Bingham, ein 4:3. Dann gegen Ding Junhui wandelte er ein 0:3 in ein 4:3. Im Viertelfinale gegen Elliot Slessor: ein 0:4 in ein 5:4. Und im Halbfinale gegen Jak Jones lag er auch schon mit 3:5 zurück. Geschlagen ist Mark Allen offenbar nie. Für Zhou Yuelong war es eine weitere knapp verpasste Chance auf seinen ersten Titel. Dabei hatte er im Halbfinale auch Mark Selby in Schach halten können und im Viertelfinale den deutlich wiedererstarkten Luca Brecel im Decider geschlagen.

Zwei junge Profis, die immer mehr auf sich aufmerksam machen, sind Aaron Hill und Jackson Page. Beide erreichten das Viertelfinale. Page hatte bis dahin im Turnier bereits Siege gegen Neil Robertson und Shaun Murphy verbuchen können. Aaron Hill gewann gegen Stephen Maguire und Ali Carter. Letzterer schaffte in dem Match ein Maximum Break. Kurioserweise musste er sich die Prämie dafür gerade mit Aaron Hill teilen, der in den Last 96 ebenfalls eine 147 erzielt hatte. Für den Iren auch nicht schön mit anzusehen, wie der Gegner sein Preisgeld halbiert.

Neuprofi Florian Nüßle verlor in Runde 1 einen Decider gegen Wang Yuchen. Alexander Ursenbacher gewann in dieser Runde gegen Bulcsu Revesz und verlor in Runde zwei gegen Ben Woollaston. Umut Dikme spielte erneut gegen Allan Taylor und leider zog er wieder den Kürzeren, diesmal im Decider.
Etwas für die Geschichtsbücher schaffte Ng On Yee: eine 137. Das ist das höchste Break einer Frau auf der MT. Den alten Rekord hielt noch Allison Fisher.

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