Am heutigen Donnerstagnachmittag endeten die Deutschen Billardmeisterschaften der Jugend mit einem ganzen Reigen an Medaillenentscheidungen. Im Snooker, Dreiband und Pool-Billard wurden gleich neun neue Deutsche Meister*innen in den verschiedenen Disziplinen und Altersklassen gesucht und gefunden.
🥇 Gold gingen zum Abschluss an Hajing Zhang, Martin Takeshi Röser, Alessio Hybler, Clemens Ebert, Merle Schmitz, Lea Marie Bockstegers, Romina Lenk (alle 9-Ball), Alexander Widau (Snooker) und Amir Ibraimov (Dreiband). 🏆 👏
Snooker U21:
Der Snooker-Wettbewerb der U21 sah dabei nicht nur einen Start-Ziel-Sieg, sondern auch eine überragende Performance des Titelträgers Alexander Widau. Auf seinem Weg zum 3:0-Finaltriumph spielte das Nachwuchs-Ass des SC Mayen-Koblenz zwei Century-Breaks und ließ seinem Widersacher Christian Richter vom SC 147 Karlsruhe nur wenig Gelegenheiten zur Entfaltung. Richtig knapp wurde der zweite Frame, doch Widau sicherte sich diesen mit 69:60 und ließ darauf eine 128 zur Goldmedaille folgen. Die Bronzemedaillen holten sich Fabian Haken vom SSC Fürth und Lennart Tomei, der für den 1. DSC Hannover aktiv ist.
Dreiband U25:
Knapper als das Snooker-Finale verlief das Endspiel im Dreiband der U25, aber auch hier bewies der Duisburger Amir Ibraimov einmal mehr, dass er die größte Hoffnung im deutschen Dreiband-Sport ist. Zunächst schaltete er im Halbfinale seinen Bruder Ali mit 40:34 aus und zwang wenig später im Endspiel auch Aygün Cin von der BSG Hannover in die Knie. Neben Ali Ibraimov kam noch Lucas Egert vom BC Regensburg auf den Bronzeplatz. Er unterlag in einem wahrem Krimi mit 38:40 gegen Cin im Halbfinale.
Pool-Billard, 10-Ball:
Gleich sieben Altersklassen der Mädchen und Jungs ermittelten in der World Games-Disziplin 10-Ball ihre neuen Champions. Bei der weiblichen U14 entpuppte sich einmal mehr Merle Schmitz von den Gamblers aus Itzehoe als stärkste Akteurin der jüngsten Altersklasse. Im Finale gegen Finja Sievers vom BSV Wuppertal behielt sie mit 2:1 die Oberhand. Die dritten Plätze teilten sich Aleyna De Castro Manhas (PBC Neuwerk) und Maxima Fandrei vom bayerischen BC Selb.
Zu Beginn und zum Abschluss der DJM stand jeweils Lea Marie Bockstegers von den Breakers aus Oberhausen ganz oben auf dem Treppchen der weiblichen U18. Im Finale war sie mit 4:2 gegen Emily Winzinger vom SC Dingolfing erfolgreich. Mächtig zittern musste die neue Deutsche Meisterin zuvor im Halbfinale, in dem sie gegen Antonio Schmitz (PBC The Gamblers Itzehoe) nur denkbar knapp mit 4:3 gewinnen konnte. Winzinger setzte sich parallel glatt mit 4:0 gegen Nele Brinkhaus vom VfF Bad Kreuznach durch und verwies diese damit auf den dritten Platz.
Ein schweres Stück Arbeit liegt hinter Romina Lenk bei der weiblichen U22. Hatte sie den 9-Ball-Wettbewerb noch nach Belieben dominiert, wurde es nun im 10-Ball richtig eng. Gegen ihre Vereinskollegin Lisa Pastoors lag sie im Finale zunächst in Rückstand, konnte die Partie dann aber doch noch zum 5:4 drehen. Die beiden Bronzemedaillen sicherten sich Taminée Tehsmann aus Bergisch-Gladbach und Simone Wimmer (BC 73 Pfeffenhausen).
Bei der männlichen U14 gelang Haojing Zhang (P&B Sports Club Bergisch-Gladbach) das Double. Nach dem Sieg im 8-Ball ließ er sich heute auch im 10-Ball die Goldmedaille umhängen. Bis es soweit war, musste er aber zunächst Julian Haag (PBC Gelnhausen) im Halbfinale und später auch Lasse Schmitz aus Itzehoe im Finale bezwingen. Neben Haag freute sich auch der Bremer Noah Maywand über Bronze.
Gold für Martin Röser bei der U16! Der Babelsberger traf im Finale zur Revanche für das 9-Ball-Finale auf Fabrizio Ingrasci (Shooters Mettmann) und war diesmal mit 5:1 hoch überlegen. Schwerer tat er sich hingegen im vorher ausgespielten Halbfinale gegen den Wiesbadener Adam Abdul Hafiz, den Röser mit 5:3 schlagen konnte. Gar noch knapper wurde es zwischen Ingrasci und Dennis Schnitker (BF Bremen) im zweiten Semifinale. Erst bei Hill-Hill entschied sich die Partie zu Gunsten des Mettmanners.
Eine vergleichsweise klare Sache war die Goldmedaille von Alessio Hybler vom BSV Fürstenfeldbruck bei der U18. Nach einem 6:1-Halbfinalerfolg über Erik Mankowski (BC Wedel) ließ der Nationalspieler ein 6:2 gegen Felix Wellers (PBC Neuwerk) im Finale folgen. Letztgenannter setzte sich in seinem Semifinale gegen Laurenz Geitz durch und verwies den Gelnhäuser auf den Bronzerang.
Last not least heißt der neue Deutsche Meister im 10-Ball der männlichen U22 Clemens Ebert. Der Leipziger landete zunächst im Halbfinale einen 7:6-Sieg über Eric Mattern vom PBV Schwetzingen und ließ wenig später ein 7:3 gegen Lennox Ulrich (BC St. Wendel) folgen. Ulrich wiederum schlug in seinem Halbfinale Paul Goergen vom BV Brotdorf mit 7:4 und verwies diesen auf den Bronzeplatz.
Damit gehen sechs tolle Turniertage bei den Deutschen Jugendmeisterschaften zu Ende. In den unzähligen Matches erwiesen sich die Sportlerinnen und Sportler als sehr fair und freundlich im Umgang. Spannende und oftmals auch hochklassige Spiele taten ihr Übriges zu einer gelungenen Veranstaltung bei.
Darüber hinaus wurde bei der Siegerehrung Daniel Alvarez verabschiedet, der seit vielen, vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen bei der Deutschen Jugendmeisterschaft und auch bei den Titelkämpfen der Erwachsenen tätig war. Bei der nun folgenden DM der Erwachsenen wird er bis zum 24. November noch als Turnierleiter fungieren und dann seinen endgültigen Abschied von der DM-Bühne vornehmen.
Ein weiterer Beitrag zum Abschied von Daniel Alvarez folgt im Laufe des Abend.
🥇 Im Foto von links: Clemens Ebert, Martin Takeshi Röser, Alexander Widau, Haojine Zhang, Alessio Hybler, Lea Marie Bockstegers, Amir Ibraimov, Romina Lenk und Merle Schmitz. 👏
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